in Ratgeber, Schlafen

Schlafprobleme: Wenn dein Baby nicht schläft

Euer Baby ist müde, schläft aber trotzdem nicht ein? Oder es wacht nachts ständig auf und findet nur schwer wieder in den Schlaf? Schlafprobleme gehören bei vielen Babys und Kleinkindern zur Entwicklung, sind aber für Eltern oft sehr belastend. In diesem Ratgeber erfahrt ihr, welche Ursachen dahinterstecken, was helfen kann und wann ärztlicher Rat sinnvoll ist.
Schlafprobleme: Wenn dein Baby nicht schläft

Warum ist Schlaf für Babys und Kinder so wichtig?

Babys schlafen deutlich mehr als Erwachsene – und das aus gutem Grund. Während des Schlafs verarbeitet das Gehirn neue Eindrücke, Erlebnisse und Sinneseindrücke. Gleichzeitig werden wichtige Verbindungen zwischen Nervenzellen aufgebaut und gefestigt. Schlaf unterstützt außerdem das Wachstum, stärkt das Immunsystem und hilft dabei, neue Fähigkeiten zu lernen. (Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin DGSM: Schlafstörungen bei Kindern)

Deshalb ist ausreichender Schlaf ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Entwicklung. Gleichzeitig entwickelt sich der Schlafrhythmus eines Babys erst nach und nach. Dass Babys in den ersten Lebensmonaten häufig aufwachen oder unruhig schlafen, gehört daher meist zur normalen Entwicklung.

Was versteht man unter Schlafproblemen?

Neugeborene besitzen noch keinen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus. Sie schlafen über den gesamten Tag verteilt und wachen regelmäßig auf, weil sie Hunger haben oder Nähe brauchen. Erst im Laufe der ersten Lebensmonate entwickelt sich langsam ein geregelter Schlafrhythmus.

Von Schlafproblemen spricht man meist dann, wenn ein Baby über einen längeren Zeitraum große Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen hat und dadurch sowohl das Kind als auch die Familie stark belastet werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • sehr lange Einschlafphase

  • häufiges nächtliches Aufwachen

  • sehr kurze Schlafphasen

  • starke Unruhe vor dem Einschlafen

  • langes Weinen oder Schreien trotz Müdigkeit

Dabei gilt: Nicht jedes häufige Aufwachen ist automatisch eine Schlafstörung. Gerade im ersten Lebensjahr sind nächtliche Wachphasen völlig normal.

Säuglinge und Kleinkinder wachen nachts regelmäßig auf, oft sogar mehrmals. Dies geschieht beim Wechsel der Schlafphasen. Auch das ist normal und nicht krankhaft.

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)

Warum schläft mein Baby nicht?

Manchmal stammen die Schlafprobleme von körperlichen Ursachen, wie einer Erkrankung oder Unreife bei Frühgeborenen. In anderen Fällen liegt es an seelischen Belastungen oder Faktoren wie Lärm, ungewohnten Umgebungen, Licht und anderen äußeren Einflüssen. Die Ursachen für Schlafprobleme können sehr unterschiedlich sein. Häufig steckt keine Erkrankung dahinter, sondern die normale Entwicklung oder äußere Einflüsse.

  • Der Schlafrhythmus entwickelt sich erst: Besonders in den ersten Monaten muss euer Baby den Wechsel zwischen Tag und Nacht erst lernen. Deshalb schlafen viele Babys zunächst unregelmäßig und wachen häufig auf.

  • Entwicklungsschübe: Während eines Entwicklungsschubs verarbeitet das Gehirn viele neue Eindrücke. Manche Babys schlafen in dieser Zeit deutlich unruhiger oder finden schwerer in den Schlaf.

  • Hunger: Gerade Neugeborene benötigen auch nachts regelmäßig Nahrung. Ein hungriges Baby schläft häufig nur kurz oder wacht schnell wieder auf.

  • Reizüberflutung: Ein aufregender Tag mit vielen neuen Eindrücken kann dazu führen, dass Babys abends nur schwer zur Ruhe kommen.

  • Ungeeignete Schlafumgebung: Auch äußere Faktoren beeinflussen den Schlaf. Dazu gehören beispielsweise zu viel Licht, eine zu warme oder zu kalte Raumtemperatur, unbequeme Kleidung oder ein ungeeigneter Schlafsack.

  • Krankheit oder Schmerzen: Auch Infekte, Zahnen, Bauchschmerzen oder andere Beschwerden können dazu führen, dass Babys schlechter schlafen. Halten die Schlafprobleme länger an oder treten weitere Symptome auf, solltet ihr euer Kind ärztlich untersuchen lassen.

Baby schläft trotz Müdigkeit nicht

Viele Eltern erleben, dass ihr Baby deutliche Müdigkeitszeichen zeigt, trotzdem aber nicht einschlafen kann. Aber häufig ist euer Baby dann nicht müde, sondern bereits übermüdet. Wird der richtige Einschlafzeitpunkt verpasst, fällt vielen Babys das Einschlafen deutlich schwerer.

Typische Müdigkeitszeichen sind:

  • Gähnen

  • Augenreiben

  • Wegschauen

  • Quengeln

  • geringere Aufmerksamkeit

Versucht deshalb immer, euer Baby möglichst schon bei den ersten Müdigkeitssignalen schlafen zu legen.

2er-Pack Schlafsack mit Beinen

ganzjährig 2.5 TOG  |  Musselin
79 – CHF 91 88 – CHF 101

Babyschlafsack

Sommer 1.0 TOG
30 – CHF 40 33 – CHF 44

Babybody

Merinowolle
30 – CHF 33

2er-Pack Babyschlafsack

ganzjährig 2.0 TOG  |  Wollfüllung
109 – CHF 121 121 – CHF 134

Was hilft bei Schlafproblemen?

Nicht jede Familie findet dieselbe Lösung. Dennoch haben sich einige Maßnahmen bewährt:

  • einen möglichst regelmäßigen Tagesablauf schaffen

  • Müdigkeitszeichen früh erkennen

  • feste Einschlafrituale etablieren

  • tagsüber ausreichend Bewegung und frische Luft

  • eine ruhige Schlafumgebung schaffen

  • passende Raumtemperatur und geeigneten Schlafsack wählen

  • ein Schlaftagebuch führen, um Muster zu erkennen

Eine ruhige Phase vor dem Schlafengehen, in der ein Schlafritual durchgeführt wird, hilft beim Einschlafen. Dieses Vorgehen ist altersentsprechend abzuwandeln und aus der elterlichen Kontrolle in die des Kindes zu geben. Für Kinder eignen sich Vorlesen und Lesen hervorragend als Einschlafritual. 

Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM)

Wenn ihr euch intensiver mit einzelnen Themen beschäftigen möchtet, findet ihr in unseren Ratgebern weitere hilfreiche Tipps. Erfahrt, wie ihr eine optimale Schlafumgebung im Babyzimmer schaffen könnt, welcher Schlafrhythmus für Babys in welchem Alter typisch ist und ob White Noise eurem Baby beim Einschlafen helfen kann.

Babydecke

Bio-Lammwolle
CHF 88

Babymatratzen

5 Varianten
72 – CHF 176

Wenn Schlafprobleme länger bestehen

Nicht immer lassen sich Schlafprobleme mit kleinen Veränderungen im Alltag lösen. Halten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum an, verschlimmern sie sich oder seid ihr einfach unsicher, solltet ihr euch an eure Kinderärztin oder euren Kinderarzt wenden. Gemeinsam könnt ihr abklären, ob körperliche Ursachen oder eine Erkrankung hinter den Schlafproblemen stecken. Auch wenn sich diese Vermutung häufig nicht bestätigt, bringt ein ärztliches Gespräch vielen Eltern Sicherheit und hilft dabei, die individuelle Situation besser einzuordnen.

Ein Schlaftagebuch kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein. Notiert über mehrere Tage hinweg beispielsweise Schlafenszeiten, nächtliches Aufwachen, Schlafdauer und besondere Auffälligkeiten. So lassen sich wiederkehrende Muster oft leichter erkennen und die Informationen können der Kinderärztin oder dem Kinderarzt bei der Ursachenforschung helfen.

Neben der kinderärztlichen Betreuung können auch Familienhebammen eine wichtige Anlaufstelle sein. Sie unterstützen Familien im ersten Lebensjahr bei besonderen Belastungen – dazu gehören auch anhaltende Schlafprobleme. Informationen zu entsprechenden Angeboten erhaltet ihr in der Regel über euer örtliches Jugend- oder Gesundheitsamt.

Gut zu wissen: Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) sollten Kinder ärztlich vorgestellt werden, wenn erhebliche Ein- oder Durchschlafprobleme mehr als drei Mal pro Woche über einen Zeitraum von mindestens einem Monat auftreten oder die gesamte Familie dauerhaft stark belasten.


Fazit: Schlafprobleme gehören oft zur Entwicklung

Wenn euer Baby nicht schläft, kann das den Familienalltag ganz schön herausfordern. In den meisten Fällen sind Schlafprobleme jedoch ein normaler Teil der Entwicklung und bessern sich mit der Zeit. Eine ruhige Schlafumgebung, feste Routinen und das frühzeitige Erkennen von Müdigkeit können eurem Baby dabei helfen, leichter zur Ruhe zu finden. Sollten die Schlafprobleme jedoch länger anhalten oder euch stark belasten, zögert nicht, euch ärztliche Unterstützung zu holen. Gemeinsam lässt sich meist klären, welche Ursachen dahinterstecken und welche Maßnahmen eurem Baby und euch am besten helfen.

Disclaimer: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen stellen keinen Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Ehrenkind schließt jegliche Haftung für Entscheidungen, die auf Basis dieser Information getroffen werden, aus. Die Angaben sollen ausschließlich zur allgemeinen Information dienen und keinen Ersatz für eine persönliche ärztliche Beratung darstellen. Die Urheberrechte aller Inhalte liegen bei der Ehrenkind GmbH. Alle Rechte vorbehalten.